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NeverDead (PS3) im Test

Laurenz hat für Euch sprichwörtlich Kopf und Kragen seines digitalen Alter Egos riskiert, um das schon seit mehreren Jahren angekündigte und seit dem 2. Februar erhältliche “NeverDead” aus dem Hause Konami auf Herz und Nieren zu prüfen. Nachdem die frühe, spielbare Demo auf der Gamescom im Jahr 2010 bereits mein Interesse an diesem Spiel geweckt hat, stieg meine Vorfreude auf diesen Action-Titel proportional mit jedem veröffentlichten Teaser-Schnippsel. Ob sich die lange Wartezeit gelohnt hat, erfahrt Ihr in unserem Test.

Der unsterbliche Bryce Boltzmann verbringt seine Zeit mit nichts anderem als der Jagd nach Dämonen, er wurde vor über 500 Jahren durch den Dämonenkönig Astraroth verflucht und bekämpft nun also die Dämonen, die die Erde als ihre neue Wunschheimat beherrschen möchten. Gemeinsam mit der blonden, gut aussehenden Agentin Arcadia bekämpft Bryce die großen Truppen von Dämonen und versucht so Rache an Astraroth für seine damalige große Liebe auszuüben.

Innerhalb der sehr passenden und abwechslungsreichen Umgebung wie z.B. dem Museum, den Parkanlagen oder den Kellergewölben kann Bryce aufgrund seiner Unsterblichkeit nicht zu Tode kommen, dennoch gibt es auch in diesem Spiel ein endgültiges “Game Over“, das durch das zu Tode kommen der Agentin, oder z.B. durch die Erbeutung des Kopfes von Bryce durch den Dämonen Grandbaby eingeleitet wird. Das Grandbaby kann den Kopf jedoch nur dann erbeuten, wenn Bryce vorher alle seine anderen Körperteile verloren hat und nur noch in Form seines Kopfs durch die Gegend rollt. Damit der Kopf nicht für alle Zeiten im Magen des Grandbabys verweilt, hat der Spieler noch die Kontrolle über den Kopf. Mit diesem muss er so manche Aufgaben im Verlauf des Spieles erledigen. So muss Bryce stellenweise seinen Kopf selber entfernen, um ihn dann durch enge Kanalisationsschächte zu rollen, aber auch alle anderen Extremitäten wie Arme, Beine oder Oberkörper können wieder aufgesammelt werden – wobei mich das Einsammeln stark an “Katamari Damacy” erinnerte. Falls einmal nicht mehr alle Teile gefunden werden können, hat der Spieler nach geringer Zeit auch die Möglichkeit Bryce komplett neu zu erschaffen. Wenn es aber doch mal passieren sollte, dass der „Game Over“ eintritt, so startet der Spieler einfach am letzten Checkpoint neu und kann die Mission von vorne beginnen.

Das Hauptbetätigungsfeld von Bryce liegt jedoch im Kampf. Zu den Anfangswaffen, zwei Pistolen und der großen, langen Klinge, gesellen sich dank der eingesammelten Erfahrungspunkte im späteren Verlauf des Spiel diverse Verbesserungen und gänzlich neue, erwerbbare Waffen, mit denen die Dämonen stil- und effektvoll erledigt werden dürfen. Zwar sterben die Dämonen meist nach nur wenigen Treffern, doch gelten ihre Angriffe als erstes immer den Armen, um Bryce so effektiv wie möglich zu schwächen. So verbringt man immer wieder relativ viel Zeit mit der Suche aller Körperteile und fühlt sich zwangsläufig an den oben erwähnten Titel erinnert. Insbesondere bei großen Horden von Dämonen kann es passieren das der Spieler erst einige Zeit benötigt um ausreichend Dämonen zu töten, damit er sich anschließend den Dämonengeneratoren widmen kann. Der teilweise nicht enden wollende Nachschub an Dämonen kann zwar schnell lästig werden, unterstützt aber auch das Sammeln von Erfahrungspunkte, denn für erledigte Gegner und sammelbare Extras erhaltet ihr die virtuelle Punktewährung, die dann in Upgrades und Neuanschaffungen sinnvoll investiert werden können. Binnen weniger Spielabschnitte verwandeln sich die Pistolen mittels der Upgrades schnell in Maschinengewehre, die ihrerseits auch wieder verbessert werden dürfen.

Neben den zahlreichen Erweiterungsmöglichkeiten, die uns sehr positiv aufgefallen sind, bleibt die Kameraeinstellung als größter Kritikpunkt des Spiels. Die Third-Person-Perspektive bremst insbesondere gepaart mit der nicht immer richtig funktionierenden Autofokus-Funktion, die sich z.B. im Schwertkampf gerne mal auf eine Vase oder Säule im Eifer des Gefechts zentriert, massiv den Spielspaß. Trotz der vielen Spielmöglichkeiten (Einzelspieler, Herausforderungs- und Kooperationsmodus) entsteht auf Dauer doch ein gewisser Grad an Routine. Die Vielzahl an ansehlich gestalteten Austragungsorten tröstet nur wenig über diese Feststellung hinweg. Die Levelverbindenden CGI-Szenen und insbesondere die knackigen Machosprüche von Bryce im OT (Englische Sprachausgabe mit Deutschen Untertiteln) sorgen jedoch für den einen oder anderen Lacher und machen so einiges wieder gut.

Fazit:

Meiner Meinung nach hätte “NeverDead” mit der richtigen Kamereinstellung und einer verbesserten Autofokusfunktion noch um einiges interessanter gestaltet werden können. Für viele Action-Fans wird das schnelle und spaßige Gemetzel aber Anreiz genug für eine Anschaffung sein, immerhin bringen die vielfälltigen Erweiterungen häufig frischen Wind ins Gefecht. Eine abgeschlagene Hand kann so mal schnell zur Granate werden – da bekommt der Begriff „Handgranate“ gleich wieder eine ganz neue Bedeutung. Wer sich mit Spielfigur, Geschichte und dem Gemetzel anfreunden kann, darf sich diesen Titel ruhig mal etwas genauer ansehen.

Trailer:

Links:
NeverDead Webseite
NeverDead bei Amazon

Dieser Test wurde durch ein von Konami zur Verfügung gestelltes Testmuster ermöglicht, für welches wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken möchte.

Final Fantasy XIII-2 (PS3) im Test

Wir schreiben das Jahr 1987 als der erste Teil der Final Fantasy Saga in Japan für das Nintendo Entertainment System veröffentlicht worden ist. Mittlerweile halte ich nun Final Fantasy XIII-2 in meinen Händen um zu prüfen, ob ein Kauf dieses Spiels sich überhaupt lohnt. Da bei uns daheim alle Final Fantasy Teile, welche für das Playstation System erschienen sind, im Regal stehen und der neue Teil mittlerweile mehrere Stunden getestet worden ist, sollte ich eine recht gute Einschätzung darüber abgeben können, ob dieser Teil mit seinen Vorgängern mithalten kann oder sogar besser ist.

 

Damit ich Euch nicht zu viel von der Story verrate, gehe ich hier nicht weiter darauf ein. Schließlich ist sie bei Final Fantasy der ausschlaggebende Grund dafür das Spiel zu spielen und ich will euch nicht die gesamte Spannung wegnehmen. Nur so viel sei gesagt, dass diesmal Lightnings kleine Schwester Serah und Noel Kreiss die Hauptcharaktere des Spiels sind. Bei Noel Kreiss handelt es sich um einen Zeitreisenden aus der Zukunft, der Serah bei dem Kampf gegen die Kreaturen hilft, welche ihr Heimatdorf Neu Bodhum bedrohen.  “Folge mir über Grenzen der Zeit“, sagt er. “Deine Schwester wartet.” Was weiß er über das Verschwinden von Ihrer Schwester? Serah greift zu Ihrer Waffe und das Abenteuer durch Raum und Zeit kann beginnen. Sollte jemand von euch noch nicht Final Fantasy XIII gespielt haben, so empfehle ich Euch an dieser Stelle unbedingt den Prolog anzusehen, da es ansonsten teilweise schwer ist die Zusammenhänge zu verstehen.

Kommen wir nun zu dem eigentlichen Test und da bei Final Fantasy das Kampfgeschehen eine große Rolle spielt, gehe ich hierauf als erstes ein. Wie bei dem Vorgänger könnt Ihr über ein Menü auswählen welcher Gegner mit welcher Attacke bekämpft werden soll. Die Kontrolle der Mitstreiter obliegt, wie auch bei dem Vorgänger, der Konsole. Lediglich eine Rollenzuweisung kann erfolgen. Dies geschieht über das sogenannte Paradigmen-System, welches dynamisch arbeitet, wodurch man jederzeit die Möglichkeit hat, die Rolle zu ändern. Ein weiterer Punkt, welcher aus dem Vorgänger übernommen worden ist, ist die ATB-Leiste auf der Aktionen aneinandergereiht und anschließend abgearbeitet werden können. Es gibt aber nicht nur altbekannte Funktionalitäten. So hat man nun Quicktime-Aktionen in Bosskämpfen oder den Blutschaden, welcher die maximale Lebenskraft des Gegners reduziert. Zusammengefasst kann man festhalten, dass alle, die das bisherige Kampfsystem kennen,  sehr schnell mit dem von Final Fantasy XIII-2 klarkommen werden.

Wo wir gerade beim Kampfsystem sind, möchte ich in diesem Zusammenhang auch gleich auf die Zufallskämpfe eingehen, welche in diesem Spiel ihr Comeback feiern. Hier werdet ihr sicherlich des Öfteren überrascht werden, denn die meisten Gegner sieht man nicht von Weitem, sondern sie tauchen plötzlich aus dem Nichts auf. Nun hat man verschiedene Möglichkeiten hier zu agieren. Habt Ihr keine Lust zu kämpfen, so solltet ihr innerhalb des Countdowns, welcher beim Erscheinen des Kontrahenten gestartet ist, versuchen aus dessen Einflussgebiet zu entkommen. Je nach Situation ist dies mal einfacher oder schwieriger. Solltet Ihr euch dafür entscheiden zu kämpfen, so solltet ihr innerhalb des Countdowns einen Präventivangriff starten, da dieser Euch ordentlich Kampfboni einbringt.  Eine finale Bewertung ob diese Zufallskämpfe gut oder schlecht sind, kann ich an dieser Stelle nicht abgeben, da dies aus meiner Sicht immer Situationsabhängig ist. Hier solltet Ihr Euch am besten selber ein Bild davon machen um eine eigene Einschätzung abzugeben.

Neben altbekannten Funktionen gibt es natürlich auch Neuerungen. So haben die Entwickler sich scheinbar Ideen bei den Machern von Pokémon geholt. Man hat jetzt nämlich die Möglichkeit kleine Monster zu sammeln und deren Fähigkeiten auszubauen, damit man sie anschließend in den Kämpfen als Unterstützung einsetzen kann. Es fehlen eigentlich nur noch die roten Pokébälle um sie einzusammeln. Eine weitere Neuerung, welche mir aus keinem Teil der Final Fantasy Reihe bekannt ist, ist der kleine Mogry. Wesen seiner Art tauchten zwar zum Beispiel bereits in Final Fantasy 9 auf aber für so viele Funktionen wie zum Beispiel das Mogronometer, den Mogry-Weitwurf und noch weitere, wurde er noch nie eingesetzt. Einen kleinen Nachteil hat das Kerlchen für mich aber gehabt, er kann nämlich nicht stumm geschaltet werden, was bei den unzähligen „Kupo“, welche er von sich gibt, so manches Mal sehr angenehm gewesen wäre.

Kommen wir nun aber mal zum inhaltlichen Verlauf, welcher bei dem Vorgänger für reichlich Kritik sorgte, da hier der Handlungsstrang sehr linear verlief und nicht viele Wahlmöglichkeiten für den Verlauf der Geschichte angeboten worden sind. Alle die nun Angst haben, dass dies hier wieder der Fall ist, kann ich beruhigen. Diesmal ist die Handlung komplett anders aufgebaut. Ich muss den Entwicklern an dieser Stelle daher ein großes Lob aussprechen. Für den Ein oder Anderen hat die Geschichte zwar nicht mehr so viel Spannung wie beim Vorgänger, dafür habt ihr aber in diesem Teil viel mehr Wahlmöglichkeiten mit denen Ihr die Handlung beeinflussen könnt. Dies zeigt sich bereits in vielen Dialogen, bei denen ihr Multiple Choice Antworten vorgegeben bekommt und reicht bis zu Gebieten, welche ihr komplett alleine erkunden könnt.

Darüber hinaus gibt es noch unzählige Nebenstorys wodurch die Spielzeit für den Hauptstrang ordentlich ausgedehnt werden kann. Durch die Portale und die Zeitreisen gelangt man nun auch immer wieder an bereits erkundete Orte, welche man dann jedoch in einem anderen Entwicklungsstand vorfindet und weiter erforschen kann. Langweile kommt bei diesem Spiel daher nicht so schnell auf. Vor allem nicht, wenn man alle Enden des Spiels erleben möchte. Denn wie schon vermutet, gelangt man abhängig von seinen Antworten und Handlungen zu einem jeweils anderen Ende des Spiels. Es ist also Langzeitunterhaltung vorprogrammiert. Zu der Grafik und der Musik brauch ich an dieser Stelle glaube nicht viel zu sagen, da diese beiden Elemente direkt an den Vorgänger anknüpfen. Es gibt zwar einige neue musikalische Elemente die aus meiner Sicht etwas gewöhnungsbedürftig sind aber findet doch einfach selbst heraus, ob Euch diese gefallen oder nicht. Zu der Grafik kann man nur sagen, dass sich diese wie beim Vorgänger auf einem sehr hohen Niveau bewegt. Etwas anderes hat aber auch niemand von diesem Spiel erwartet.

Fazit:
Für alle Fans von Final Fantasy stellt dieser Teil der Saga eine absolute Kaufempfehlung dar. Alle Punkte, welcher aus meiner Sicht bei dem Vorgänger nicht optimal umgesetzt worden sind und auch bei vielen anderen Spielern zu Enttäuschungen führte, wurden hier beseitigt. Darüber hinaus gibt es nun viele Neuerungen, die dem Spiel eine Langzeitunterhaltung garantieren und man somit die Zeit bis zur Veröffentlichung des nächsten Teils gut überbrücken kann. Was mir auch sehr gut gefiel, ist die Tatsache, dass man scheinbar nicht nur innerhalb der Handlung von Final Fantasy XIII-2 eine Zeitreise unternimmt, sondern auch innerhalb der gesamten Saga, denn den Kennern der Final Fantasy-Reihe dürfte das ein oder andere bekannt vorkommen. Sollte sich nun jemand dafür entscheiden direkt mit diesem Spiel in die Welt von Final Fantasy einzusteigen, so empfehle ich an dieser Stelle noch mal sich im Startmenü sich über die Geschehnisse des Vorgängers aufklären zu lassen, da der Einstieg ansonsten doch recht schwer fallen dürfte. Grundsätzlich gibt es von meiner Seite aus eine absolute Kaufempfehlung für diesen Teil.

Trailer:

Links:
Final Fantasy XIII-3 Offizielle Homepage
Final Fantasy XIII bei Amazon

Dieser Test wurde durch ein von Square Enix zur Verfügung gestelltes Testmuster ermöglicht, für welches wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken möchte.

All Zombies Must Die! (Xbox Live Arcade & PlayStation Network) im Test

Spiele, in denen Horden von Zombies förmlich darum betteln mit erweiterbaren Waffen im Dutzend platt gemacht zu werden gibt es nicht erst seit diesem Titel. Die richtigen Teilnehmer vorrausgesetzt, wäre eine Trinkspiel-Quizzrunde “Zombieshooter von A-Z” sicherlich eine der leichteren und somit trockeneren Übungen. Ob der neuste Genrevertreter, “All Zombies Must Die!” (AZMD!), der seit wenigen Tagen über den Xbox Live Marktplatz (800 MS Points) und das PlayStation Network (9,99€) zu haben ist, eine echte Bereicherung darstellt oder in der Masse bereits erhältlicher Spiele untergeht, erfahr Ihr in diesem Test.

Als mich die ersten Informationen zum Dualstick-Shooter “All Zombies Must Die” (AZMD!) erreichten, war trotz des bereits recht gut bedienten Genres meine Neugierde ein Stück weit geweckt. Denn Zombies gehen, genau wie Einhörner und Mett(-brötchen) eigentlich immer und kommen nie wirklich aus der Mode. Übersättigung sieht anders aus. Noch heute erinnere ich mich gerne an die diversen “Zombies (at my Neighbours)” Koop-Sessions mit einem Kumpel auf dem Super NES. Selbst nach dem 10. Spieldurchlauf lockte uns das Spiel dank seines spaßigen Koop-Multiplayermodus, dem durchdachten Leveldesign und der quietschbunten, fast niedlichen, Grafik immer wieder vor die kleine Fernsehröhre meines Jugendzimmers. Da “All Zombies Must Die!” eben diesen quietschbunten Anstrich besitzt und mit einem explizit lokal nutzbaren Koop-Modus für 4 Spieler wirbt, führte für mich kein Weg an Deadhill, dem Hauptaustragungsort der Zombieseuche, vorbei. Schließlich haben die Entwickler von doublesix schon einiges an Können mit ihrem Zombie-Erstlingswerk “Burn Zombie Burn” (PSN & PC) bewiesen.

Das Storybeiwerk trotz kaum vorhandener Spoilergründe mal ausser Acht gelassen, schließlich geht es hier rein um das spaßige Abschlachten von Untoten, stürze ich mich mit einem Freund direkt ins Spiel. Neben den Hauptprotagonisten: dem Videospielefan Jack, seiner zickigen Verflossenen Rachel, dem Nerd Brian und dem Jamaika liebenden Alien Luxo stehen Mitspielern (aus Story- und Leveldesigngründen) diverse weitere Charaktere zur Verfügung. Ein kurzes In-Game Tutorial später werden wir nach dem ersten Zombiekill auf das im Optionsmenue deaktivierbare Friendlyfire aufmerksam gemacht. Da die Charaktere alle mit einer unterschiedlichen Primärwaffe unterwegs sind (die zu einem späteren Zeitpunkt nicht nur aufgemotzt, sondern auch ausgewechselt werden darf), gehen je nach Waffentyp im Eifer des Gefechts schnell einige Schüsse daneben. Die Designentscheidung dem Spieler hier die freie Wahl zu lassen, fiel uns äußerst positiv auf. Schlussendlich hat man eh schon alle Hände voll mit den, bis auf wenige Ausnahmen, endlos spawnenden Zombies zu tun. Eine unachtsame Sekunde des Partners verwandelt diesen an Ort und Stelle in einen Grabstein, läßt aber die Möglichkeit offen durch einen Mitspieler beliebig wiederbelebt zu werden. Da die Reanimation auf Knopfdruck einige Sekunden Stillstand in der Nähe des Patienten in Anspruch nimmt, sollte das Umfeld erst bereinigt oder die hirnlose Meute durch einen weiteren Mitspieler in eine andere Richtung gelockt werden.  Ein spaßiges und im späteren Spielverlauf sehr taktisches Element, dass exakte Absprachen untereinander erfordert.

Die Steuerung geht nach etwas Eingewöhnungszeit sehr gut und präzise von der Hand. Während mit dem linken Analogstick gelenkt wird, dient der rechte Stick zum Ausrichten der Waffe. Dual-Stick-Shooter untypisch werden Schüsse nicht automatisch mittels Bewegung des rechten Sticks, sondern durch einen zusätzlich notwendigen Knopfdruck auf den rechten Trigger ausgelöst. Bei Flaute im Munitionssack, löst der Trigger einen Schlag aus, der später auch effektvoll mit weiteren Gegenständen ausgeführt werden darf. Da die Untoten mittels Schlägen und Schüssen, je nach Waffe und Abstand, teils mehrfach getroffen werden wollen, gibt eine kleine Lebensanzeige Auskunft über den Fortschritt des Ablebens. Apropos Ableben, trotz des sehr niedlichen grafischen Anstrichs, haben die Designer der Doublesix Studios nicht am virtuellen Blut gespart. Nach kurzer Orientierungsphase auf dem Marktplatzlevel und dem spaßigen Abschlachten einiger Horden, begaben wir uns auf Erkundungstour durchs restliche Level. Die recht weitläufigen Bereiche bieten genug Sackgassen, Einengungen und sonstige Hindernisse, durch die ihr vor den Horden flüchten könnt. Schnell entwickelt sich in jedem Bereich so eine Art bevorzugte Route, über die Ihr Rückwärtslaufend und wild um Euch herum ballernd in regelmäßigen Abständen über Waffen lauft, um den kontinuirlichen Bleinachschub sicherzustellen. Auch ein taktisches Verschanzen ist möglich, da die Horden von energieauffüllenden Burgern über später einsetzbares Geld bis hin zu Munitionskisten einiges an Loot liegen lassen und die Versorgungskette so kaum Gefahr läuft einzureissen.

Nach einigen weiteren Runden um den Springbrunnen des Marktplatzlevels entdeckten wir eine grün leuchtende Absperrung, die von einer sprechenden Kamera bewacht wurde. Die in jedem Abschnitt des Spiels antreffbaren Wächter fordern ihren ganz eigenen Wegezoll, bevor der Zugang gewährt und der dahinter liegende, nächste Abschnitt erkundet werden darf. Die teils wechselnden Aufgaben reichen von: “Töte X Zombies (im Zeitaum Y)”, über “Töte X spezielle Zombies (mit Waffe Y)” bis hin zu “Sammle X Gegenstände”. Ab diesem Punkt wird der Titel, wenig überraschend, sehr repitativ. Die neuen Bereiche (Polizeistation, Wohnsiedlung, Brücke, …) bieten zwar alle eine gewisse optische Abwechslung und ein sehr ansprechendes Design, wollen aber nach dem stets gleich bleibendem Muster bearbeitet und gemeistert werden. Mit neuen Bereichen eingeführte Gegenstände, wie die für dieses Genre obligatorische Smartbombe zum (Auf-)lösen auswegloser Situationen, oder einem aufladbaren Cricketschläger, sorgen zwar zeitweise für willkomene Abwechslung, doch so langsam beschleicht einen das “ist es das schon gewesen” Gefühl eines nicht enden wollenden Déjà-vu. Wer an dieser Stelle bereits die virtuelle Flinte ins Korn wirft, läuft Gefahr das eigentliche Spiel zu verpassen, denn wir befinden uns, streng genommen, eigentlich noch im Tutorial (wie ihr nach einer knappen Stunde Spielzeit feststellen werdet). Blau leuchtende Objekte wie Autos, Getränkeautomaten, Mülltonnen und Schränke, verstecken neben Sammelobjekten für Erfolge (Entwicklerkarten), Gesundheits- und Munitionsobjekten auch diverse temporäre Status-Buffs wie doppelte Geschwindigkeit, doppelte Zerstörungskraft und doppelte XP.

XP? Richtig gelesen! Nachdem ihr Euch durch eine handvoll Level (und wieder zurück) gekämpft habt, nimmt der Shooter erst richtig an Fahrt auf. Ihr erhaltet nach der Bereinigung des Levels im namensgebenden “All Zombies Must Die!” Modius Eure erste Basis in der Polizeistation, in der Ihr nach und nach nicht nur Eure eigenen Werte wie Gesundheit, Kraft und Schnelligkeit mit den verdienten Erfahrungspunkten aufbessern könnt, sondern auch durch das Kombinieren von Loot spezieller Gegner weitere, stärkere Waffen mit (Status-)Effekten bauen könnt, die im weiteren Verlauf des Spiels äusserst wichtig werden. Mit diesen Neuerungen erblicken häppchenweise immer mehr spezielle Untote das Licht der Welt. So könnt Ihr die Meute dank eines aufgesammelten Feuerzeugs mit Eurem Cricketschläger in Brand setzen (oder einfach in Richtung brennender Objekte locken), um anschliessend zu beobachten wie sich das Feuer auf andere Zombies mittels Berührung überträgt. Letztere hinterlassen dann das für weitere Upgrades notwendige “Feuerholz” (innerhalb bestimmter Bereiche), nachdem eine gewisse Anzahl dieser Gegnerspezies beseitigt wurde. Das taktische Element wiederholt sich mittels Berührung auslösbarer Polizeifahrzeugsirenen und radioaktiven Pfützen, die auch etwas größere Gegner zum Vorschein bringen. Wer entsprechende Gegner und freischaltbare Gegenstände entdeckt, ist gut beraten die Situation so richtig auszukosten und für spätere Upgrades reichlich spezielles Loot auf Vorrat zu sammeln. Wer bis zu diesem Punkt im Spiel durchgehalten hat, und sich nicht vom vermeintlich repitativen Spielsystem hat abschrecken lassen, wird mit reichlich Spielspaß durch den taktischen Tiefgang dieser neuen Komponenten belohnt. Auf diese Art und Weise freischaltbare Waffen und Level bringen immer wieder neues (bis hin zur spaßigen Motorsäge) zum Vorschein.

Fazit:
Den Entwicklern von “All Zombies Must Die!” kann sicherlich der Vorwurf gemacht werden für einen etwas zu langatmigen Spielaufbau gesorgt zu haben. Die im weiteren Spielverlauf freischaltbaren Elemente hätten meinem Geschmack nach ruhig früher oder gar teilweise von Anfang an schon eingeführt werden können. Wer sich durch die erste, ziemlich gleichbleibende und sehr lineare Stunde des Spiels kämpft, wird mit dem tollen Gesamtkonzept belohnt, daß mit seinen Neuerungen einige Genrevertreter sprichwörtlich alt aussehen lässt. Etappenweise erfordert AZMD! insbesondere im Singple-Player einen recht hohen Frustfaktor. Ein virtuelles Ableben wirft Euch zwar immer wieder an den Anfang des Bereichs zurück, doch habe ich im späteren Verlauf des Spiels recht viele Anläufe benötigt, um einige knifflige Stellen zu überwinden. Da Optik , Umfang und Spielspaß stimmen und der Preis des Spiels mehr als gerechtfertigt ist, erteilen wir Freunden des Genres eine ganz klare Empfehlung zum Anspielen. Immerhin steht eine Demo zur Verfügung, die vor einem Kauf einen ersten Eindruck ermöglicht. Wer sich auf der Suche nach einem kurzweiligen, lokalen Koop-Spaß mit bis zu drei Freunden befindet und auf Dualstick Shooter steht, schlägt bedenkenlos zu, denn der erste DLC wird sicherlich bald angekündigt!  

Trailer:

Links:
All Zombies Must Die! Webseite
All Zombies Must Die! auf dem Xbox Live Marktplatz
All Zombies Must Die! im PlayStation Network Store
All Zombies Must Die! bei Facebook

Dieser Test wurde durch ein von Square Enix zur Verfügung gestelltes Testmuster ermöglicht, für welches wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken möchte.

[Gewinnspiel] Speedlink Xanthos Gaming-Headset Test

Kommunikation ist bei vielen Multiplayertiteln das A und O. Ausgedehnte und erfolgreiche Battlefield-Sitzungen sind so beispielsweise erst mit einem guten und bequemen Headset möglich. Absprachen innerhalb des Teams müssen getroffen und von allen Mitgliedern verstanden werden. Das Zubehör der Wahl sollte daher auch nach längeren Spielsitzungen nicht drücken oder stören. Ein bezahlbres Gaming-Headset, welches alle diese Anforderungen erfüllt und darüber hinaus noch mit verschiedenen Systemen genutzt werden kann, ist gar nicht so einfach zu finden. Da sich viele unserer Leser bei ihrem Hobby nicht nur auf ein System beschränken, haben wir uns für Euch das Multisystem (PS3, Xbox 360 & PC) Headset “XANTHOS” aus dem Hause Speedlink angesehen. Ob das Zubehör überzeugen kann, erfahrt Ihr in unserem Test.

Laut Herstellerangaben besticht das XANTHOS Gaming Headset durch seine optimalen Trage- und Bedieneigenschaften. Sein geringes Gewicht (310 g) macht auch lange Gaming-Sessions zum Vergnügen. Die besonders weiche Polsterung der Ohrmuscheln verhindert unangenehme Druckstellen und durch das verstellbare, gepolsterte Kopfband kann das XANTHOS ideal an unterschiedliche Kopfformen angepasst werden und sorgt somit für den perfekten Sitz des Headsets. Der stabile Mikrofonarm lässt sich bei Nichtgebrauch einfach einklappen. Mit der praktischen Kabelfernbedienung sind alle wichtigen Funktionen stets im Griff. Neben der Laustärkeregelung kann das Mikrofon des XANTHOS durch einfachen Tastendruck stumm geschaltet werden. Eine Status-LED liefert stets Info darüber, ob sich der Spieler „on air“ befindet oder eben nicht.

Gemessen an diesen Informationen waren meine Erwartungen, die ich an an das Zubehör stellte, recht hoch. Neugierig befreite ich das nur in schwarzer Farbe erhältliche XANTHOS Testmuster aus seiner schicken Verpackung und begutachte den restlichen Verpackungsinhalt. Dem Headset mit 3,0 m Kabellänge samt integrierter Steuereinheit liegt ein RCA/Cinch Adapter mit 0,5 m Kabelänge, ein 2,5 mm Klinkenkabel mit 1,0 m Kabellänge, sowie eine Bedienungsanleitung bei, die mittels einer übersichtlich gehaltenen Zeichnung den Anschluss an die unterschiedlichen, unterstützten Systeme erklärt. Da das Gerät hauptsächlich aus Plastik besteht, freute ich mich über das Fehlen des sonst häufig anzutreffenden, stechenden Plastikgeruchs.

Für den ersten Test versuchte ich das Headset gemäß Anleitung an meine Xbox 360 Slim Konsole anzuschließen, stellte aber schnell fest, dass hierfür benötigte Anschlüsse an meiner per HDMI mit dem Fernseher verbundenen Konsole fehlten. Da ein kleiner Abstandshalter am AV Kabel den zeitgleichen Anschluss des HDMI Kabels verhindert und nur ersteres über die für das Headset benötigten Cinch-Ausgänge verfügt, wählte ich den ebenfalls in der Anleitung beschriebenen Umweg über die Cinch-Ausgänge meines Fernsehers, die mittels des beigelegten Adapters durchgeschliffen werden können, ohne auf den Anschluss weiterer Ausgabegeräte zu verzichten. Da sich meine Konsole recht weit oben in meinem TV-Regal befindet, musste nun noch ein USB-Anschluss für die Stromversorgung her. Diese stellte ich über einen handelsüblichen USB-Steckdosenadapter zur Verfügung. Sobald der USB-Anschluss verbunden wurde, leuchteten die Ohrmuscheln des XANTHOS in einem futuristischen Blauton. Ich setzte das Headset auf, stellte die Bügel auf meine Kopfform ein und verband den Xbox 360 Controller über das beigefügte Kabel mit der Steuereinheit am Kopfhörer, der jedoch Stumm blieb bis ich mich an die Console/PC Umschaltfunktion an der Steuereinheit des Headsets erinnerte.

Bei dem angetesteten Zombie-Shooter fiel mir gleich der satte Bass des Headsets auf, der das Spielgeschehen deutlich abrundet. Auch entdeckte ich bislang ungehörte Soundeffekte des Spiels, die über den TV-Lautsprecher nie richtig zur Geltung gekommen waren. Das verstellbare Mikrofon des Headsets bewegte ich aus meinem Sichtfeld heraus nach unten und führte einige Testmitteilungen durch, die allesamt sehr gut und qualitativ hochwertig von meinen Mitstreitern empfangen wurden. Die bequem anliegenden, gepolsterten Ohrmuscheln sorgten binnen weniger Minuten mit ihrem Stereosound für ein sprichwörtliches Abtauchen in das Spielgeschehen. Obwohl es sich beim XANTHOS um kein Surround sondern ein reines Stereo Headset handelt, kann sich der Sound durchaus hören lassen. Ähnlich gute Ergebnisse lieferte auch der Test des Headset an der PlayStation 3. Da ich mich für den Anschluss an den Fernseher entschieden hatte, musste das Gerät vor dem Spielspaß nicht aufwändig umverkabelt werden. Auch hier war ich laut meiner Chatpartner im PSN gut zu hören und konnte meine Teamkollegen ebenso gut verstehen. Da die geschlossenen Ohrmuscheln des Headsets einen sehr gut von der Aussenwelt abschotten, hatte ich auf beiden Systemen anfänglich meine Probleme die richtige Lautstärkeeinstellung zu finden. Die Tatsache, dass man sich mangels “Echomodus“, den es meist nur bei Gaming-Headsets höherer Preisklassen gibt, nicht selbst sprechen hört und je nach gewählter Lautstärke anfänglich in den Brüllmodus verfallen kann, erfordert ein wenig Eingewöhnungszeit und die richtige Lautstärke, die mittels der Steuereinheit schnell angepasst werden kann.

Da ich als reiner Konsolero eigentlich nicht am PC spiele, beschränkte ich mich beim Test des letzten Systems auf das Wesentliche. Mittels USB war das Headset schnell an mein Notebook angeschlossen und wurde dank der eingebauten, zertifizierten Soundkarte problemlos unter Windows 7 als neues Wiedergabegerät erkannt und automatisch eingerichtet. Ein paar Skypetelefonate mit meinen Teamkollegen später, die alle ohne große Konfiguration in guter Qualität durchgeführt werden konnten, hörte ich noch etwas Musik, um den Klang des Zubehörs zu testen. Auch hier bot sich mir ein satter Bass, der insbesondere elektronische Musik und Rock zum Hörvergnügen am PC macht. 

 Die wichtigsten Daten im Überblick:

• Gaming-Headset für PS3®, Xbox 360® und PC
• Für Sprach-Chat und kraftvollen Spiele-Sound
• Brillanter Stereo-Klang mit intensiven Bässen und klaren Höhen
• Deutliche Sprachübertragung mit stabilem, einklappbarem Mikrofon
• Bequeme Lautstärke-Einstellung sowie Mikrofon-Stummschaltung per Kabelfernbedienung
• Stylisches Design mit atmosphärischer LED-Beleuchtung
• Hoher Tragekomfort dank flexiblem Bügel und weicher Polsterung
• Geringes Gewicht von nur 310 g
• Treiberlose Installation
• Hoher Bewegungsradius dank 3 m Kabellänge

Fazit:

Wer auf der Suche nach einem preiswerten Multisystem Stereo Gaming-Headset ist, kommt an dem XANTHOS aus dem Hause Speedlink nicht vorbei. Das leichte aber trotzdem sehr stabil und qualitativ hochwertig verarbeitete Gerät hat mich mit seinem basslastigen Sound und der hohen Sprachqualität voll und ganz überzeugt. Die Steuereinheit, welche auch mit einem Clip an der Kleidung befestigt werden kann, wirkt sehr durchdacht und aufgeräumt. Schnell ist der grün leuchtende Knopf für die Stummschaltung im Eifer des Gefechts gefunden, wenn mal wieder die meckernde Freundin schimpfend ins Geschehen eingreift.

Für 49,99€ (UVP des Herstellers) erhalten insbesondere Fans von Multiplayer-Titeln, die auf mehreren Systemen unterwegs sind, einiges an Gegenwert. Einzig das Fehlen eines “Echomodus“, der die eigene Sprachausgabe mit der Soundausgabe mischt, wertet den Gesamteindruck etwas ab.  Wer mit der  großzügigen Kabellänge und reinem Stereo Sound leben kann, macht insbsondere bei diesem Preis mit einer Anschaffung nichts falsch. Wer lieber in Surround und kabellos zocken möchte, muß wesentlich tiefer in die Tasche greifen.

Gewinnspiel:

Wir haben für Euch ein weiteres Exemplar des Xanthos Headsets ergattern können, welches wir im Rahmen unseres Tests verlosen möchten. Um zu gewinnen hinterlasst einfach einen Kommentar unter diesem Artikel.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und der Spaß an der Aktion steht wie immer bei uns im Vordergrund. Wir bitten um eine faire Teilnahme und behalten uns vor Mehrfachteilnehmer vom Gewinnspiel auszuschliessen. Die Aktion endet am 24. Dezember 2011 um 23:59 Uhr. Am 25. Dezember erfolgt dann die Ermittlung der Gewinner per Loswahl über Random.org. Die Nummer Eures Kommentars entspricht hierbei Eurer zugewiesenen Losnummer. Eure Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel genutzt und nicht an Dritte weitergegeben. Nach dem Ende des Gewinnspiels werden alle persönlichen Daten gelöscht!

Links:

Dieser Test wurde durch ein von Speedlink zur Verfügung gestelltes Testmuster ermöglicht, für welches wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken möchte.

PS3: Dungeon Siege 3 im Test

Dungeon Siege III ist der erste Teil dieser Serie, welcher auch auf einer HD Konsole erschienen ist. Wir haben dies zum Anlass genommen uns dieses Spiel ein wenig genauer für Euch anzusehen um herauszufinden, ob es mit all den anderen Rollenspielen auf der PS 3 konkurrieren kann. Schließlich hat Square Enix noch andere hochkarätige Rollenspiele wie Final Fantasy im Repertoire.

Da das Spiel oftmals mit den Vorgängern verglichen wird, was unseren Informationen oftmals zu Enttäuschungen führte, sei hier erwähnt, dass wir die Vorgänger nicht kennen und somit völlig unbedarft an den Test herangehen konnten. Um Euch aber zunächst einen Einblick in die Geschichte dieses Spiels zu geben, folgt zunächst die offizielle Info zum Spiel:

Die Verhältnisse der Fraktionen im Königreich Ehb sind ins Ungleichgewicht geraten. Als einer der wenigen Mitglieder der in Ungnade gefallenen Protektoren des Landes, die 10. Legion, liegt es an Dir, die einst glorreiche Legion wieder zu Ruhm zu verhelfen und den Verfall Ehbs in die Dunkelheit zu verhindern. Mit einer Gruppe einzigartiger Begleiter, reist Du durch das in Aufruhr geratene Land Ehb und kämpfst gegen mit Kombinationen aus heldenhaften Fähigkeiten, erschütternder Magie und bedrohlichen Waffen gegen Widerstand und Verbrechen der Einwohner und Bestien.

DUNGEON SIEGE® 3 vereint nahtloses Action-Gameplay mit einem tiefgehenden Rollenspiel-System und hält eine überwältigende Fülle an Möglichkeiten, ein umfassendes Multiplayer-Erlebnis und eine beeindruckende Story, die nur Square Enix und Obsidian Entertainment schreiben können, bereit.

Kommen wir nun aber zu dem Test und fangen zunächst mit den auswählbaren Charakteren an, da diese schließlich eine ganz wichtige Rolle in einem Spiel darstellen. Bei Dungeon Siege III könnt Ihr zwischen 4 Charakteren wählen. Dabei handelt es sich um:

Lucas – Nahkämpfer mit Schwert und Schild
Anjali – Speerkampf und Feuermagie
Reinhart – Der klassische Magier
Katarina – Fernkämpferin mit Pistolen und Gewehr

Jeder dieser spielbaren Charaktere besitzt eine eigene Story. Betrachtet man sich diese jedoch etwas genauer, so wird man feststellen, dass die Stories sich nur minimal unterscheiden. So unterscheidet sich die Story lediglich in den charakterspezifischen Dialogen sowie in ein paar Gegnern und Zwischenbossen. Was uns jedoch positiv auffiel war, dass man mit seinen im Spiel getroffenen Entscheidungen einen Einfluss auf den Spielverlauf hat, wodurch zum Beispiel einige Nebenquest nicht geöffnet werden.

Dies führt dazu, dass das Spiel zu anderen Rollenspielen nicht zu linear wirkt. Ein wenig erinnerte uns das Spiel in diesem Zusammenhang an World of Warcraft. Die grafische Umsetzung ist unserer Meinung nach recht gut gelungen. Die Umgebung wirkt schön gestaltet, wobei man hier anmerken muss, dass man durchaus mehr aus der PS3 hätte herausholen können.

Sound:

Unserer Meinung nach könnte teilweise die Musik etwas markanter sein, da man sie so teilweise nicht wirklich wahrnimmt. Dies ist aber Geschmacksache. Grundsätzlich ist aber festzuhalten, dass sie stimmig ausgewählt worden ist. Was uns besonders gefiel war die deutsche Synchronisation, da wir so nicht ständig deutsche Untertitel lesen mussten, wenn man mal wieder des Englischen nicht so mächtig ist, wie man es für das jeweilige Spiel sein müsste.

Multiplayer:

Was sicherlich einigen von Euch gefallen wird ist der Multiplayer Modus auf welchen wir besonders gespannt waren. Endlich musste man mal nicht mehr nur zusehen, wenn der andere am zocken ist, sondern man konnte jederzeit direkt ins Spielgeschehen mit einsteigen. Einfach den zweiten Controller aktivieren, die Start-Taste drücken und schon kann man sich einen Charakter aussuchen und aktiv ins Geschehen einsteigen.

Das einzige Manko besteht in diesem Zusammenhang darin, dass die Kamera sich nicht mehr wie gewohnt zoomen lässt. Wer nicht zeitglich vor einer Konsole sitzt, kann mit bis zu 3 Freunden mittels des Online-Koop Modus gemeinsam durch die Dungeons ziehen.

Kommen wir nun zu der Zusammenfassung des Spiels:

Positiv:

  • Multiplayer
  • Deutsche Synchronisation
  • Getroffene Entscheidungen haben aktiven Einfluss auf das Spielgeschehen
  • Stimmige Hintergrundmusik, auch wenn diese teilweise etwas markanter sein könnte

Negativ:

  • Im Multiplayer lässt sich die Kamera nicht mehr wie gewohnt zoomen
  • Geringe Spielzeit im Vergleich zu anderen Rollenspielen
  • Man kann immer nur einen Wegbegleiter haben

Fazit:

Für alle Fans von Rollenspielen, ist dieses Spiel aus unserer Sicht trotz ein paar Negativpunkte eine klare Kaufempfehlung. Lediglich durch die ersten 60 Minuten des Spiels muss man sich ein wenig durchkämpfen, da hier hauptsächlich Hintergrundinformationen präsentiert werden. Anschließend kann man aber überhaupt nicht mehr aufhören zu spielen, da man seinen Charakter auf ein immer höheres Level bringen will und immer noch das ein oder andere Quest lösen möchte, bevor man aufhört. Sobald man dann noch zu zweit spielt ist es komplett um einen geschehen und die Controller werden so schnell nicht mehr weggelegt.

Trailer:

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Dieser Test wurde durch ein von Square Enix zur Verfügung gestelltes Testmuster ermöglicht, für welches wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken möchte.

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